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2005 Ironman Triathlon Frankfurt - Volker - MTBC-Frankfurt
Ironman Triathlon Frankfurt 2005 - Bericht von Volker
Bericht Ironman Germany 2005 – ein einziges Fiasko:
Innerhalb der Vorbereitung zum Ironman (IM) Germany haben sich folgende Sachverhalte für das Rennen ergeben:
- Ziel war eine Zeit unter 12 Stunden. Schwimmen war mit 1:42:55 (meiner Zeit vom letzten Jahr), Rad mit 6:00:00 (30’er Schnitt) und Laufen unter 04:00 Std ) kalkuliert. Dazu kamen die Wechselzeiten.
- Beim Rad wusste ich aufgrund Wettbewerben und Trainingszeiten, dass ich mit dem veranschlagten Pulswert (150 Schläge pro Minute) einen 30’er Schnitt (inkl. Pinkelpausen) fahre.
- Aufgrund der Erfahrungen von zwei Mitteldistanz-Wettbewerben innerhalb der IM wusste ich, das ich im unteren Rückenbereich beim Start (auf dem ersten Kilometer) des Laufens Verspannungsprobleme bekommen würde. Letztes Jahr haben diese mich 2*15 Minuten Behandlungszeit im Wettbewerb gekostet. Falls ich diese Zeit wieder verlieren sollte, war klar, dass ich die 12:00 verfehlen werde.
- Zum Bekämpfen dieser Probleme im voraus habe ich mir Wärmepflaster in die „Beutel“ beim Wechseln gelegt und hatte auch Voltaren in meiner Rückentasche meiner Wettkampfbekleidung.
- Knapp zwei Wochen vor dem Ironman hatte ich beim Zahnarzt eine 4:15 Std. dauernde Sitzung, in der die Zähne für 4 Kronen und 1 Inlay vorbereitet wurden, d.h die Zähne wurden entsprechend runtergeschliffen. Ich hatte dann eine Woche Zahnschmerzen, was zwei weitere Zahnarztbesuche und die Einnahme des Schmerzmittel Ibuprofen zur Folge hatte. In der Woche vor dem Ironman haben sich die Zähne beruhigt und ich bin ohne Ibuprofen ausgekommen.
- Da ich nicht wusste, wie die Zähne ein solche Ausdauerbelastung und die vielen Liter süssen Getränke während des Wettkampfes vertragen, habe ich zur Vorsicht Ibuprofen in meiner Wettkampfbekleidung mitgeführt. Die Einnahme eines solchen Schmerzmittels kann bei Flüssigkeitsmangel (welcher bei einem Ironman-Wettkampf häufig auftritt) zur einer Schädigung der Niere führen. Deshalb habe ich mir vorgenommen, dieses Schmerzmittels aufgrund des Gesundheitsrisikos nicht während des Wettkampfes zu nehmen.
- Ein Tag vor dem Wettkampf habe ich den Hauch eines leichten Ansatzes von Schnupfen gespürt.
Der Wettkampf:
- Die Nacht vor dem Wettkampf habe ich nur wenig geschlafen (wie immer vor einem Ironman), aber die Nächte davor habe ich gut ca. 8-9 Std. geschlafen.
- Das Schwimmen lief wie erwartet, ich fühlte mich gut, habe 80 – 85 Prozent gekrault und den Rest Brust geschwommen. Ich benötigte 01:43:22 und habe somit meine letztjährige Zeit knapp verfehlt. In der Wechselzone lief ich gleich zu meinem „Stammbaum“ und spendierte ihm genau wie letztes Jahr einem Drink. Im Wechselbereich habe ich mir das Wärmepflaster auf den unteren Rücken aufkleben und mich mit Sonnencreme einschmieren lassen. Für den Wechsel benötigte ich 07:26, so dass ich insgesamt 01:30 früher auf dem Rad gestartet bin als letztes Jahr.
- Auf dem Rad habe ich schon beim ersten Kilometer gemerkt, dass ich bei der mir vorgenommen Herzfrequenz ca. 2 km/h zu langsam bin. Dies ist insoweit erst mal nicht so schlimm, da diese Differenz am ungünstigen Wind oder sonstigen Einflüssen liegen konnte. Je länger ich allerdings Rad fuhr, umso größer wurde die Gewissheit, das ich heute einfach einen schlechten Tag erwischt hatte – wohlwissend, dass der Wind am Anfang der Radstrecke ungünstig wehte. Die Beine waren gut, die Pulsfrequenz stimmte auch, aber ich war ganz einfach viel zu langsam. Dies würde bedeuten, dass ich etwas mehr als 36 Minuten auf dem Rad verlieren würde.
- Das trat mein erste Problem a diesem Tag auf, dass mich in Bergen-Enkheim (ca. Kilometer 30-25) zum ersten Mal die „Sanitöter“ aufsuchen lies. Das Wärmepflaster brannte von Anfang auf dem Rücken, so dass ich mir dieses dann entfernen lies und den unteren Rücken mit Voltaren einreiben lies. Dabei erfuhr ich, das dieses Wärmeplaster Chilly enthält, das besonders gut in die beim Sport durch das Schwitzen verursachte offene Poren in die Haut eindringen kann. Diese Wärmeplaster war also nicht wirklich für den Einsatz bei sportlichen Aktivitäten vorgesehen.
- Letztes Jahr war ich beim Rad auf einem mentalen Hoch, dieses Jahr hatte ich dieses Hoch aufgrund der mangelnden Geschwindigkeit natürlich nicht. Ich habe also versucht, mich selbst mental wieder aufzubauen mit Gedanken „du hast ja noch den Marathon, um in diesem Wettkampf-Splitt ein gutes Resultat hinzulegen“ .
- Bei einer Pinkelpause habe ich dann geprüft, ob die Felgen meiner Laufräder an der Bremse schleifen. Ich stellt fest, dass das hintere Laufrad an der Bremse schleifte und behob diese Problem. So etwas sollte man halt vor dem Wettkampf prüfen und genau dies hatte ich auch eine Stunde vor Wettkampfbeginn überprüft und da schleifte nichts. Ich vermute, dass sich die Bremse bei der Kopfsteinpflaster-Passage verstellt hat.
- Bei ca. Klometer 70 habe ich dann aber Unerwartetherweise die Verspannungen am Rücken gespürt. Also fuhr ich bei ca. Kilometer 114-119 in Bergen-Enkheim wieder zu den Sanitätern und lies mich nochmals einreiben.
- Ich fuhr die ganze Radstrecke konstant (schlecht) durch, fühlte mich auch ok., die Beine waren gut. Ab und zu musste ich niesen, was auf den Hauch von Erkältung zurückzuführen war.
- Lediglich in den Bergabpassagen von Friedberg nach Frankfurt auf den letzten Kilometern habe ich bei den schnellen Berabpassagen nicht mit voller Kraft getreten, und habe dabei den Rücken mit ein paar Entspannungsübungen zu lockern versucht.
- Auf dem Rad habe ich 06:44:19 verbracht, was für mich persönlich eine grottenschlechte Zeit ist. Nun freute ich mich auf das Laufen, da meine Beine sich noch verdammt gut angefühlt haben.
- In der Wechselzone zum Laufen habe ich mir die Verspannungen „rausmassieren“ lassen und mit Voltaren eincremen lassen. Deshalb habe ich auch knapp 17 Minute in der Wechselzone verbracht. Als neues Ziel hatte ich mir nun eine Zeit von unter 13 Stunden gesetzt.
- Ich bin vorsichtig losgelaufen (140’er anstatt >150 Puls) um die Rückenproblem nicht noch zu fördern. Auf dem ersten Kilometer habe ich gemerkt, das die Probleme mit dem Rücken nicht auftraten und ich war wieder aufgemuntert und freute mich auf einen guten Lauf, wollte aber erst bei Kilometer 2 bis 3 auf Normaltempo umstellen.. Allerdings hielt diese Freund nur ca. 500 Meter, dann merkte ich ein leichtes Drücken / Stechen beidseitig auf dem untern Brustkorb – welches ich bisher auch noch nie bei einem Triathlon beim Laufen gehabt hatte. Ich beschoss daraufhin, die nächsten Kilometer weiterhin bei einem 140’er Puls dahinzuschleichen.
- Zusätzlich merkte ich, dass ich mir am rechen Fuß unten, links außen, in der (längsseitig gesehenen ) Mitte des Fußes beim Radfahren ein Druckstelle geholt hatte – und das mit auf längeren Strecken bewährten Radschuhen. Das war aber erst mal nicht so schlimm. Ich habe mir vorsorglich ein Plaster zur Polsterung von einem Sanitäter aufkleben lasse.
- Bei Kilometer 5 habe ich dann vollkommen unerwartet am linken Knie außen eine Schmerz verspürt, der beim Joggen immer schlimmer wurde. Ich habe dann ein paar Gehpassagen eingebaut, in der der Schmerz dann immer wieder weggegangen ist. Einen Voltarenverband habe ich mir von den Sanitätern am Knie verpassen lassen. Dies hat aber nichts geholfen. Sobald ich angefangen habe zu Joggen, hat jedes mal das Knie angefangen wieder zu Schmerzen und ich habe auch den leichten Druck unterhalb des Brustkorbs sofort wieder gespürt. Mit zunehmender gejoggter Meterzahl wurde der Schmerz am Knie außen stärker. Nach der ersten Runde (14 Km, 02:00 Std) hat bei Kilometer 15 auch beim Laufen das Knie wehgetan. Eis auf dem Knie hat auch keine Linderung gebracht. Nach Rücksprache beim Arzt habe ich dann nach 12 Std bei Kilometer 21 die bittere Entscheidung des Ausstiegs aus dem Wettkampf getroffen. Grund war dafür, dass mir die Gefahr einer Entzündung im Knie durch das Finishen z groß war. Ich habe nämlich auch für den 04.09 eine weitere Langdistanz geplant. Außerdem wären es noch lange, unangenehme (es sei den, ich hätte das Schmerzmittel Voltaren genommen) 21 Kilometer geworden, mit einer Zeit von knapp 16 Stunden.
- Nach dem Ausstieg habe ich das Knie dann noch 20 Minuten mir Eis gekühlt und mit Voltaren eingerieben und mir die Beine schön massieren lassen.
- An den beiden nachfolgenden Tagen hat das Knie nicht wirklich wehgetan, spüren tue ich es aber immer noch leicht (Dientag nach dem Wettkampf). Leicht verschnupft bin auch auch noch, richtig verschnupft war ich allerdings die ganz Zeit nicht.
- Es war mein erstes DNF (did not finish) bei einem Ironman, aber dafür war es der erste Ironman, bei dem ich am nächsten Tag keinen Muskelkater hatte.
Zur Zeit bin ich noch am Ursachenforschen, warum ich auf dem Rad so langsam war und warum ich Knieproblem bekommen habe (falsche ruckartige Bewegung auf dem Rad, falsche Fußstellung bei Radfahren – Ferse zu weit innen, etc.).



